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Alte TRIX-Trafos

Fragen und Antworten rund um die "klassische" Modellbahnelektrik und -elektronik.
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nochmal langsam mit gefühl!?

Beitragvon ecki » 06.12.2007, 22:00

Hallo Georg,
Du schreibst:
"Man darf aber, nachdem der Kondensator zerstört ist, AUF KEINEN FALL UNBEKÜMMERT WEITERMACHEN, als wäre nichts geschehen. Da auch die Isolierung weggebrannt sein kann, können die nun blanken Anschlußdrähte des Kondensators irgendwo Metallteile berühren. Wenn man dann das Blechgehäuse berührt, bekommt man einen elektischen Schlag! ! ! ! ..."
Dazu meine Fragen:
1. Wenn es nun zu einem "Knall" während meiner Abwesenheit kommt, woran soll ich dann merken, dass die "Stromschlaggefahr" besteht?! Für den von Dir geschilderten Fall, dass blanke Anschlußdrähte das Metall (-Gehäuse?) berühren: Ist nicht genau für diesen Fall die Schuko - Leitung (meistens gelb/grün) vorgesehen - müsste nicht in diesem Fall die Sicherung reagieren?
2. Bei vorhandenem FI (neudeutsch habe ich vergessen) : warum reagiert der denn nicht?

Praktischer Hintergrund meiner Frage:
In Delmenhorst 2006 "explodierte" einer meiner beiden Blechtrafos der Vorführanlage - die Anlage lief dennoch bis Ausstellungsende weiter, als sei nichts geschehen.
Zu hause angekommen, konnte ich leider nicht mehr feststellen, welcher der beiden Tafos denn nun im Ar... war?
Noch viel öfter dürfte folgender Fall sein:
Anno Tucken explodiert ein Trafo - funktioniert aber weiter.
Die "Explosion" wird vergessen ...
Der Erbfall tritt ein. In Folge dessen wird der Trafo verkauft / verschenkt.
Irgendwann kaufe ich dat Dingen dann für 'n Heiermann auf 'ner Börse.
Wie soll ich merken, dass die von Dir beschriebene Gefahr besteht??

Wohlgemerkt: Wenn ich mir einen Blechtrafo kaufe, ist mein erster Schritt ( übrigens auch bei den wesentlich älteren schwarzen WS - Trafos!) die Anbringung eines Schuko - Steckers,(inkl. gelb/grüner Leitung vom Gehäuse zum Stecker, also Tausch von 2 auf 3 Adriges Kabel) falls nicht vorhanden. Das scheint aber wohl nicht zu reichen?

Bis denne mal wieder
ecki
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Beitragvon Gast » 06.12.2007, 23:49

Hi,

du meinst bestimmt den anderen Georg und nicht mich den GDL Georg.

Ich habe meine Meinung dazu schon gesagt.
Ich habe alle nicht mehr zulässigen Trafos entsorgt, da ich fremde Kinder an der Anlage spielen lasse.

Nochmal zum verinnerlichen :

http://www.fremo.org/safety/vde_d.htm

Komisch, dass einige für die eigene Sicherheit sparen, bei Lokken und Waggon's aber nicht.

Aber Günther hat in einem vorherigen Posting schon einen schönen Schlusspost geschrieben und ich sage hier auch nichts anderes mehr.
Ihr allein seid da in der Verantwortung.

Servus
Georg
Gast
 

Beitragvon Roman Favero » 07.12.2007, 05:25

Lieber Baron von Trixhausen
Deine Nase kann Dir bestimmt sagen welcher Trafo/Kondensator hinüber ist.
Bei mir war der Geruch richtig teuflisch penetrant.
Nur aufgrund des ekelhaften Geruches habe ich vor 2 Jahren den Braun als Übeltäter entlarft.
Das Ausstecken des Knallgerätes/Stinkers ist wohl für absolut jeden normal.
Die Panikmache mit den TE-Trafos ist im Übrigen völlig unnötig, denn in jedem Haus hat es eine Vielzahl an Geräten mit Entstörkondensatoren die genauso durchbrennen können. Dies übrigens auch bei abgeschalteten Geräten. Einfach so, und ohne Grund.
Die absolute Sicherheit hat man nur wenn man bei jedem Weggehen alle Haupsicherungen des Hausen rausschraubt. Ob das realitätsfremd ist ?
Meine früher vorgestellte FI Abschaltlösung für eine Modellbahn ist bei richtiger Installation sicher und zuverlässig.
Roman
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Beitragvon Richard » 07.12.2007, 19:15

Hallo zusammen

Ich habe die VDE-Vorschriften auf der fremo-Homepage einmal zu Gemüte geführt. Was mich erstaunt, ist, dass da steht: "Es dürfen keine galvanischen oder kapazitiven Verbindungen zwischen Sekundär- und Primär-Stromkreis vorhanden sein".
Bei allen Eisenbahntransformatoren, welche ich bis heute geöffnet habe, war die Sekundärwicklung über die Primärwicklung gewickelt. Während meines Ingenieurstudiums hat uns der Professor messtechnisch demonstriert, dass dadurch eine unerwünschte, kapazitive Kopplung entsteht. Die ganzen Erkenntnisse durften wir Studenten dann in einem eintägigen Laborversuch anschliessend noch vertiefen. Folgendes ist mir in Erinnerung geblieben: Die parasitäre, galvanische Kopplung lässt sich problemlos messtechnisch nachweisen, ist für den Betrieb aber meistens vernachlässigbar und die schlechte Note, welche ich mit meinem Laborbericht eingefangen habe. Als ausgebildeter Fachidiot weiss ich aber heute, wie ich ein Demonstrationsobjekt gestalten müsste und mit welchem Messaufbau ich möglichst medienwirksame, haarsträubende Messergebnisse erzielen könnte.

Zu Eckis Frage nach dem in Delmenhorst explodierten Kondensator: Solange die Überreste des Kondensators keine galvanische Verbindung zum Gehäuse oder zu anderen leitenden Teilen verursachen, wird der Trafo weiterarbeiten, wie einer ohne Kondensator.
Damit Kondensatoren während längerer Abwesenheit nicht explodieren können, ziehe ich den Netzstecker raus oder schalte die Anlage über eine Steckdosenleiste aus. Aber richtig, da gibt es ja auch noch die kurzen Abwesenheiten: Ich verspühre eine grosse Lust nach einem kühlen Bier, welches ich mir im Keller holen muss. Diese Explosionen müssten dann wohl unter Zufall oder Muphys Gesetz schubladisiert werden.

Zur Frage mit dem Gehäuse, welches mit dem Schutzleiter verbunden sein könnte, habe ich folgende Meinung: Die heute übliche, dreiadrige Verdrahtung mit Schutzleiter und eine Steckdosenleiste mit FI-Schalter ergibt den besten Schutz. Wenn das Gehäuse korrekt mit dem Schutzleiter verbunden ist, dann muss der Schalter im Fehlerfall auslösen. Darum würde ich einen Trafo mit dreipoligem Kabel bevorzugen. Welche Personengefährdung genau entstehen kann, wenn in einem zweipolig angeschlossen Trafo eine Verbindung zum Gehäuse entsteht, weiss ich nicht, obwohl diese Anschaltung dann genau den VDE-vorschrifts-konform ist. (Die Geschichte des Mittelalters hat ja bewiesen, dass frei denkende Wissenschaftler manchmal grössere Entdeckungen machten, wie diejenigen, welche streng nach gesetzestreu forschten.)

Dass man zweifelhafte Geräte besser wegwirft, so wie es Georg vorschlägt ist sicher eine gute Idee. Wenn man dann beim Händler noch Ersatz kauft, hat auch der Finanzminister noch seine Freude daran (Mehrwertsteuer). Dass aber eine Elektrowerkstatt mit Fachpersonal nicht in der Lage sein soll einen Stecker oder ein Kabel auszuwechseln, kann ich nicht so richtig nach vollziehen. Die Aufforderung, das Gerät dem Reparturdienst des Herstellers zu schicken, födert wohl eher die Kundenbindung wie die Personensicherheit.

Mit TRIXigen Grüssen
Richard
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Beitragvon Gast » 09.12.2007, 14:49

Hallo Richard,

die neuen VDE Richtlinien beziehen sich auf Schutzisolierte Trafos.Hier ist ein Blechgehäuse unzulässig.
Trafos mit Blechgehäuse und 3adrigen Anschlüßen durften bereits in den siebzigern nicht mehr hergestellt werden.

Das Problem liegt liegt, wie bereits beschrieben, daran, dass einige Haushalte noch die klassische Nullung haben.
Hier hilft kein FI und bei klassischer Nullung gibt es auch keinen FI.Bei fehlerhafter Brücke in der Steckdose ist der 3leiter Anschluss mit einem defekten Gerät dann lebensgefährlich.

Aufgrund der vielen Unfälle (allgemein nicht nur Eisenbahn) bei der klassischen Nullung hat man diese dann verboten.Nur alte Gebäude mit klassischer Nullung durften diese beibehalten .Aus diesem Grunde entschloß man sich zur Schutzisolierung.
3/4 aller Geräte wurden bereits auf Schutzisolierung umgestellt.

Servus
Georg
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Beitragvon miximaxi » 22.12.2007, 13:30

Beitrag durch Autor gelöscht !
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