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Perma-Motoren und Digitaldecoder

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Perma-Motoren und Digitaldecoder

Beitragvon Dampflok24 » 14.11.2016, 15:03

Moin,
ich habe mich nun entschlossen meine Lokomotiven nach und nach zu digitalisieren. Ich werde dazu ein Gleis mit einer z21 Start (die weiße) und einer Multimaus betreiben – das Set habe ich vor einigen Tagen in der Bucht günstig geschossen. :D Das andere Gleis soll weiterhin analog betrieben werden.

Der Großteil meiner Lokomotiven ist mit den alten Trix Perma-Motoren ausgerüstet. Im Internet und in Foren habe ich widersprüchliche Aussagen gefunden, ob diese Motoren mit einem Decoder ausgerüstet werden können. Sie gingen von „Finger weg“ über „wenn sie in Ordnung sind“ bis hin zu „kein Problem“.
Ich möchte es trotzdem "wagen", die Perma-Motoren mit Decodern auszurüsten. Als Neuling habe ich mir nun gedacht, ich werde mich mal an dem Einbau eines Decoders in eine Diesel- oder Ellok wagen, da dort viel Platz vorhanden ist. Folgende Hinweise zu einem Umbau habe ich bis jetzt aus dem Internet zusammen getragen:
• Leistung des Decoders sollte über 1,0 A liegen, besser 1,2 A
- Ich stelle mir vor, den ESU LokPilot V4 mit einer Leistung von 1,1 A zu verbauen
• Halter der Kohlebürsten muss modifiziert werden
- Eine Kohle ist mittels eines Messingleiters mit der Halteschraube der Platte und dem Motor verbunden. Der Messingleiter muss durchtrennt werden.
• Beleuchtung muss modifiziert werden
- Die Masse der Lampen ist mit dem Lokrahmen verbunden. Die Lampen müssen ihre Masse vom Decoder beziehen.

Habt ihr noch weitere Hinweise für mich was zu beachten ist, auch beim Betrieb?

Was ich im Internet nicht gefunden habe, sind Fotos von eingebauten Decodern in alten Trix Express Lokomotiven. Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere hier ein Foto von seinem Einbau posten würde.

Gruß
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Re: Perma-Motoren und Digitaldecoder

Beitragvon Peter Tümmel » 14.11.2016, 16:54

allo Dampflok 24,

ich habe bei ca. 80 Loks mit Permamotor unterschiedliche Decoder verbaut. Einerseits waren es ältere Selectrix-Decoder und andererseits neuere Selectrix- und ESU-Decoder.
Bis auf ein paar wenige Ausnahmen, z.B. BR 92, Ade-T3, gab es keine Probleme. Was du unbedingt beachten musst ist, dass die Motoranschlüsse keinen Kontakt mit dem Mittelschleifer, Außenschleifer oder Gehäuse, Rahmen etc. haben. Kondensatoren die zwischen den Motoranschlüssen liege kannst du belassen, Kondensatoren vom Motoranschluß zur Masse etc. müssen raus. Entstördrosseln kannst du drin lassen. Motoren welche analog schlechte Laufeigenschaften haben, werden digital nicht laufen. Dass die Beleuchtung keinen Kontakt zur Masse haben darf und unbedingt mit dem Plus des Decoders verbunden werden muss ist Blödsinn, da wir nicht Wechselstrom fahren wie Murkslin. Da würde das Licht flackern.
Aber du kannst sie natürlich mit dem Pluspol (blau) des Decoders verbinden. Ist halt mehr Arbeit.
Alternativ kanst du auch die Birnchen durch LED´s ersetzen. Gerade bei Diesel- und E-Loks ist das von Vorteil wenn man auch rote Schlusslichter haben will.
Solltest du weitere Fragen haben, melde dich.

Gruß Peter

Nachtrag:
Auf jeden Fall sind die Kohlen und die Zwischenräume des Ankers vor dem Einbau eines Decoders zu reinigen. Vorher schleife ich allerdings den Anker mit 400er Schleifpapier glatt und reinige anschließend die Zwischenräume mit einem Zahnstocher.
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Re: Perma-Motoren und Digitaldecoder

Beitragvon noels » 18.11.2016, 09:26

Moin,
Peter hat alles wesentlich gesagt. Nur eine kleine Zusatzempfehlung:
Wenn es der Platz zuläßt - also eigentlich bei allen Loks ab V100 aufwärts, würde ich den Decoder nicht direkt einlöten, sondern eine 8-polige Schnittstelle verbauen. Die gibt es preiswert von Uhlenbrock. Die Kabelfarben sind identisch. So kann man bei Bedarf den Decoder schnell tauschen und nach der Montage erst einen Test mit einem Brückenstecker durchführen um den Decoder nicht zu gefährden wenn man etwas falsch gemacht hat :wink:
VG
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Re: Perma-Motoren und Digitaldecoder

Beitragvon Dampflok24 » 21.11.2016, 20:51

Moin,
vielen Dank für die Hinweise. Ich muss mal schauen, wo ich einen Brückenstecker auftreiben kann.

Ich war am Wochenende auf der IMA und habe in Köln bei einem Fachhändler 2 Decorder und 2 Schnittstellen gekauft.

Als erstes will ich versuchen, eine V160 umzubauen. Wie besfestige ich denn am besten die Schnittstelle und den Decoder?

Gruß
Gerd
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Re: Perma-Motoren und Digitaldecoder

Beitragvon Hans » 02.12.2016, 22:16

Hallo Gerd,
das kommt auf die Lok und den verfügbaren Platz drauf an. Für Decoder nehme ich gerne doppelseitiges Teppichklebeband, oder die Tesadinger Streifen welche beidseitig kleben.

Viele Grüße
Hans
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